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Rothenburg ob der Tauber

Ein Tag im Januar im romantischen Rothenburg ob der Tauber

Ein großer Wunsch war es, nachdem ich so viel Gutes gehört und gelesen hatte, nach Rothenburg ob der Tauber zu fahren. Im Januar verbrachten wir einen Tag mit anschließender Übernachtung dort.

Im Frühjahr und Sommer soll die Stadt überfüllt sein.  Der Winter eignet sich daher gut für einen Besuch. Warum Rothenburg DAS Städtchen ist, wurde mir schon nach ein paar Stunden klar. Das mittelalterliche Flair, vergleichbar mit Estlands Hauptstadt Tallinn. Die Fachwerkhäuser an jeder Ecke. Kopfsteingepflasterte Gassen, kleine süße Läden und Cafés und die Stadtmauer ringsherum mit ihren vielen Türmen machen die Stadt zu etwas Besonderem.

Vor allem abends, wenn die Sonne langsam untergeht. Die Gassen nochmal goldgelb aufscheinen. Dann lohnt es sich, nochmal einen Spaziergang durch die Altstadt zu machen und die Stadtmauer zu besteigen.

Die Turmbegehung

Die Stadtmauer um Rothenburg kann man kostenlos und jederzeit begehen. Einfach einen der Türme, die in regelmäßigen Abständen an den Toren in die Altstadt auftauchen, besteigen und los geht’s. Die Perspektive von hier oben bietet nochmal ganz andere Einblicke in die Altstadt. Die Gärten und Hinterhöfe, die verwinkelten Gassen und der Blick über die Stadt machen den Rundgang zu einer Sehenswürdigkeit. Der Rundweg ist mit Namensschildern von Besuchern aus aller Welt bepflastert. Hier an sieht man, wie viele Menschen aus den verschiedensten Ländern, sich auf dem Turmweg verewigt haben.

Blick von der Stadtmauer in die Altstadt

Der Rathausturm und Marktplatz

Ein schöner weitläufiger Platz mit vielen sehenswerten Fachwerkbauten an jeder Seite ist der Marktplatz, auf dem der Rathausturm mit 52m emporragt. Wir hatten Glück, samstags da zu sein. Der Turm hat von Januar bis März nur samstags und sonntags von 12-15 Uhr geöffnet ist. Für 2,50€ pro Person gingen wir die 220 Stufen hoch. Der Einlass ist begrenzt, weil es oben angekommen zunächst eine schmale Leiter zu bezwingen gilt (anspruchsvoll und leider nicht barrierefrei). Die Plattform lässt auch nur eine begrenzte Anzahl an Menschen zu.

Von hier oben hatten wir einen wunderbaren Ausblick. Die Altstadt erschien wie eine bunte in der Zeit stehen gebliebene Miniaturstadt, die farbenfroh und altertümlich mit der Sonne um die Wette strahlte.

Marktplatz
Blickrichtung Burggarten

Der Burggarten

Vom Rathaus gingen wir die Straße links neben dem Rathaus hinunter und gelangten in den Burggarten. Der Garten blüht bestimmt vor allem im Frühjahr und Sommer. Im Burggarten konnten wir uns auf einer der Bänke in der Sonne aufwärmen und den Blick auf die Stadtmauer und Rothenburgs einzigartige Kulisse genießen.

Burggarten

Es lohnt sich, den Burggarten bis zum Ende zu begehen und einen Blick nach unten ins Taubertal zu werfen. So wurde uns nochmal klar, welche besondere Lage Rothenburg auf seinem kleinen Hügel oberhalb der Tauber hat.

Blick ins Taubertal

Wir verließen den Burggarten nicht wieder durch das Burgtor Richtung Altstadt. Stattdessen spazierten wir unterhalb der Mauern den Panoramaweg zum Kobolzeller Tor. Unser Ziel war DAS Fotomotiv schlechthin.

Das Plönlein

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Das Plönlein

Das Plönlein ist ein wirklich schönes Fotomotiv und es lohnt sich, zu warten, bis man das Motiv für sich allein hat. Meiner Meinung nach hat Rothenburg aber auch an anderen Ecken Motive zu bieten, die definitiv mit dem Plönlein mithalten können. Besonders schön ist der Markusturm mit dem Röderbogen und die Schmied- und Herrngasse, durch die wir mehrfach spazierten.

Die Spitalbastei mit dem Spitalturm, die damals als Verteidigungskomplex diente, schauten wir uns auch an. Wir schlenderten durch das Spitalviertel. Dafür muss man den Turmweg am Spitalturm verlassen.

Das Essen in Rothenburg ob der Tauber

„In Rothenburg unbedingt Schneeballen probieren!“, liest man in vielen Reiseblogs. Gesagt, getan.

Schneeballen

Wir probierten die süße Backware in der Bäckerei Stiffler ganz in der Nähe des Plönleins aus. Wie ihr auf dem Bild seht, gibt es Schneeballen in vielen Varianten. Es eignet sich gut als kleiner Snack am Nachmittag. Wer dann am Abend vom Spaziergang eine richtige Stärkung braucht, kann in viele Gaststätten einkehren und die fränkische Küche genießen. Wir aßen deftig im „Gasthof zum Ochsen“ und hatten danach allen Grund für einen kleinen „Verdauungsspaziergang“ durch das abendliche Rothenburg 😊.

Altstadt am Abend

Was wir leider nicht machen konnten

Die Zeit und die Jahreszeit eigneten sich nicht, um eine Fahrradtour im umliegenden Taubertal zu machen. Bestimmt ist es im Sommer schön, sich ein Fahrrad zu mieten und die Umgebung zu erkunden.

Besonders interessant soll die Nachtwächtertour sein, die Rothenburg bei Nacht erkundet. Hierfür muss man vorher Tickets buchen und sich anmelden.

LEIDER hatte der Laden „Leyk Lichthäuser“ sowie das „Käthe Wohlfahrt Weihnachtsdorf“ im Januar zu unserem Besuch geschlossen. Hier könnte man sicher das ein oder andere Mitbringsel ergattern.

Fazit

Rothenburg ist ein Schmuckstück Deutschlands! Absolut zurecht eine sehr beliebte Stadt im In- und Ausland. Ein „back in time“-Erlebnis, das genau richtig für einen Tagesausflug ist. Ich kam aus dem Umherschauen nicht raus. Rechts, links, vor mir und über mir, überall gabs was zu sehen. Rothenburg ist ein Tag Märchenausflug. Am besten dann, wenn die Touristen noch nicht mit den Bussen vor den Stadtmauern ankommen: Im Herbst oder im Winter.

Rothenburgs Rathausturm ist ein super Ort, um die Stadt von oben zu genießen. Ich als Aussichtspunkt-Liebhaberin genoss es, den Stadtmauerblick um den Rathausblick zu ergänzen. Mein Tipp: Öffnungszeiten checken und rauf auf den Rathausturm und Rothenburgs Flair von oben einfangen.

ferienfrei

Ich bin Mareike, Lehrerin und in der Ferienzeit liebend gern unterwegs. Hier gibt’s individuell geplante Städtereisen und Roadtrips, eine Mischung aus Klassikern und unbekannten Schätzen, für Deutschland und Europa.

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