Kiew

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Kiews schönste Sehenswürdigkeiten

Kiews schönste Sehenswürdigkeiten sind auf jeden Fall eine ganze Menge, die ich euch in diesem Reisebericht gerne vorstelle. Wir verbrachten ein verlängertes Wochenende in dieser vielen noch unbekannten Stadt. Eine echte Empfehlung! Warum? Los gehts.

Good to know

Kiew ist kein EU-Mitglied. Die Währung heißt Griwna. 1 Euro entspricht 29,6 UAH (Stand April 2020). In Kiew leben 2,8 Millionen Menschen. In Kiew wird eher wenig Englisch gesprochen und die Beschilderungen sind meist in kyrillisch, in der U-Bahn aber auch in lateinisch gehalten.

Es gibt Bus- und Bahnverbindungen in der Stadt, die aber nicht an alle Sehenswürdigkeiten angebunden sind. Die Metro- oder Busfahrt kostet umgerechnet 25 Cent. Nicht überall kann man mit der Karte zahlen. Vom Flughafen Boryspil International Airport fährt der SKY-Bus in die Stadt zum Hauptbahnhof. Das Ticket für die Hin- und Rückfahrt kostet umgerechnet ca. 7 Euro. Man kann es direkt vor Ort unkompliziert kaufen. Die Busse fahren im 15 / 30 Minuten-Takt. Fahrtdauer: knapp 60 Min.

Ein Überblick über die Sehenswürdigkeiten

  • Höhlenkloster Lawra und Militärgedenkstätte mit Mutter Heimat Statue
  • Denkmal der Völkerfreundschaft
  • Andreassteig & Landscape Alley
  • Michaelkloster und Sophienkathedrale
  • Majdan Platz, Goldene Tor & U-Bahn-Fahrt

Spaziergang: Höhlenkloster Lawra & Militärgedenkstätte

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Das Höhlenkloster

Definitiv eine von Kiews schönsten Sehenswürdigkeiten. Schon bei der Anreise mit dem Bus sahen wir die goldenen Dächer des Kiew Höhlenklosters in den Bäumen glänzen. Am ersten Tag machten wir uns bei Sonne satt und über 30 Grad mit der Bahn (Ausstieg: Dnipro) auf zu dem Höhlenkloster, das ein Stück außerhalb der Stadt liegt.

Zu Fuß ging es durch einen Park ein Stück bergauf und wir erreichten das UNESCO Weltkulturerbe bestehend aus mehreren Kirchen und einem Glockenturm. Mit entsprechender Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) besuchten wir den Wallfahrtsort. Man hatte von vielen Plätzen einen schönen Ausblick über die Anlage und den dahinterliegenden Fluss Dnepr. Es lohnt sich, durch die geschichtsträchtige Anlage zu spazieren, die in einen oberen und unteren Teil aufgeteilt ist.

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Blick aufs Höhlenkloster Lawra und den Fluss Dnepr

Vom Höhlenkloster gingen wir weiter zur Statue „Mutter Heimat“ (Fußweg 20 Min) – ein ziemlicher Kontrast zu den hübschen Kirchen mit den glitzernden Dächern.

Die Statue ist von vielen Orten in Kiew mit ihrer Höhe von 102m zu sehen. Sie befindet sich an einer Militärgedenkstätte, die mit verschiedenen Skulpturen und Denkmälern an die Kriegsgeschichte der Ukraine und deren Streitkräfte erinnert.

Leider war die Aussichtsplattform, die sich circa auf der Mitte der Statue befindet, gesperrt. Sicher hat man von dort einen weitreichenden Ausblick auf das Kloster, die Stadt und den Fluss.

Auf dem Gelände befindet sich noch eine Ausstellung zur Kriegstechnik mit Fliegern und Militärfahrzeugen sowie ein Museum zur Geschichte des 2. Weltkriegs, die wir nicht besuchten, da wir den Tag lieber draußen verbringen wollten.

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“Mutter Heimat” Statue

Das Denkmal der Völkerfreundschaft

Vom Stadtteil Lawra kommt man zu Fuß oder mit dem Bus wieder Richtung Stadt. Die Straße herunter, durch den Mariinsky Park, vorbei am Marienpalast, oberhalb des Flusses über die „Liebesbrücke“ unternahmen wir einen schönen Spaziergang. Danach erschien ein silberner großer Bogen auf einem Hügel über dem Dnepr, das Denkmal der Völkerfreundschaft. Von hier hatten wir einen guten Ausblick und sahen den „Stadtstrand“ auf der anderen Seite; die Truchanow-Insel.

Kiew Sehenswürdigkeiten ferienfrei Denkmal der Völkerfreundschaft
Das Denkmal der Völkerfreundschaft

Der Andreassteig und Landscape Alley

Der zweite Tag, vollgepackt mit Programm, begann mit dem Andreassteig. Eine von Kiews schönsten Sehenswürdigkeiten und eines meiner Highlights! Eine Straße voller hübscher Häuser, kleiner Souvenirläden, Gaststätten, Malern und Künstlern, die ihre Gemälde und handgemachten Arbeiten ausstellen.

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Der Andreassteig

An der Straße findet man auch ein Theater und Museen sowie ein Schloss namens Richard Löwenherz. Es handelt sich um eine der ältesten Straßen Kiews, die unten im Stadtteil Podil und oben an der sehenswerten Kirche „St. Andreas“ endet. Von Podil (Unterstadt) unten am Fluss Dnepr fährt eine Standseilbahn hoch zum Michaelplatz (Oberstadt). Wir hatten den Spaziergang durch den schönen Andreassteig vorgezogen.

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Kirche St. Andreas

TIPP: Wenn man hier vor dem Restaurant rechts abbiegt, kommt man nach einem kleinen Spaziergang zu einem schönen Aussichtspunkt über den Andreassteig und zur „Landscape Alley“ – einen Spielplatz und Skulpturenweg mit Mosaikfiguren.

St. Michaelskloster und Sophienkathedrale

Ein beeindruckender, sehr weitläufiger Platz im Zentrum Kiews, an dem auch die Standseilbahn ankommt. Super schön: das St. Michealskloster. Wie überall in Kiew glänzten auch hier die goldenen Dächer und die hellblaue Farbe bot einen tollen Kontrast.

Gegenüber auf der anderen Seite des Platzes findet man die Sophienkathedrale, auch ein UNESCO Weltkulturerbe. Beide Bauten zählen zu Kiews schönsten Sehenswürdigkeiten. Diese schauten wir uns nur von außen an. Nicht zu übersehen der imposante Glockenturm direkt am Eingang – auch hier wieder goldglänzend und begehbar mit Aussicht über Kiews Zentrum.

Der Majdan Platz, das goldene Tor, U-Bahn-Fahrt

Der Majdan ist ein sehr großer Platz in Kiew, der Unabhängigkeitsplatz. Er wird durch eine Hauptstraße in einen nördlichen und südlichen Teil geteilt, der durch eine Unterführung verbunden ist.

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Majdan, der Unabhängigkeitsplatz

Er gilt als Symbol für die Freiheitskämpfe. Der Platz steht auch mit vielen geschichtlichen Ereignissen, insbesondere Demonstrationen, in Verbindung. Viele Fotos, Kerzen und Blumenkränze, die auf dem Platz und einer umliegenden Straße verteilt sind, erinnern u.a. an den „Euromaidan“, bei dem bei Demonstrationen 2013/2014 80 Menschen starben.

Die Bilder sind sehr bewegend und auch die Informationstafeln geben dem Platz eine teilweise bedrückende Stimmung, die auf der anderen Seite durch ein Wasserspiel gepaart mit Musik, vielen Einheimischen, spielenden Kindern und Geschäften aufgehoben wird.

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Der Majdan am Abend

Nach einem Kilometer zu Fuß kamen wir beim goldenen Tor an. Es ist ein historisches Stadttor, das man sich anschauen kann, aber nicht muss. Der Platz drumherum ist relativ grün, belebt durch kleine Cafés und Restaurants, Blumenstände und direkt an einer U-Bahn-Station gelegen. Da wir langsam vom Laufen und vom Wetter kaputt waren, nahmen wir auf dem Rückweg die Metro.

Funfact hierbei: Kiew hat die tiefste Metro weltweit und die Rolltreppenfahrt nach unten kam uns wirklich endlos vor. Man kauft sich Chips (Geld am besten passend haben) und kann so lange damit fahren, bis man aussteigt. Kosten: circa 30 Cent pro Fahrt. Es gibt drei Linien: blau, grün, rot.

Kiew Sehenswürdigkeiten ferienfrei Metro Kiew
Ab nach unten zur tiefsten Metrostation weltweit

Fazit: Kiew ist…

  • grün, mit vielen Parks
  • günstig
  • geschichtlich
  • gold
  • interessant
  • weitläufig, ÖPNV könnte besser sein
  • kyrillisch, aber auch lateinisch 😉
  • facettenreich
  • mit relativ viel Polizei „abgedeckt”
  • eine Metropole in der Ukraine.

Kiew ist kein Touri-Hotspot und deswegen noch ein Geheimtipp, der sich zu entdecken lohnt.

ferienfrei

Ich bin Mareike, Lehrerin und in der Ferienzeit liebend gern unterwegs. Hier gibt’s individuell geplante Städtereisen und Roadtrips, eine Mischung aus Klassikern und unbekannten Schätzen, europaweit, aber auch mit einem Abstecher nach Asien.

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