Riga & Gauja Nationalpark

Riga & Gauja Nationalpark

Die Hansestadt an der Ostsee

Riga lag in der Mitte unseres Roadtrips durch das Baltikum im Sommer 2018.

In Riga verbrachten wir zwei Nächte. Für die Stadt hatten wir einen Tag und einen Abend Zeit. Wir übernachteten etwas außerhalb im Bellevue Park Hotel, da wir hier das Auto kostenfrei und problemlos auf einem großen Parkplatz direkt vor dem Hotel abstellen konnten. Das Hotel ist ein vier Sterne Hotel, gepflegt und bietet große Zimmer, vielfältiges Frühstück und nach 20 Minuten Fußweg ist man in der Altstadt.

Riga erkundeten wir komplett zu Fuß. Was wir uns angesehen haben und was auf einer Riga-Reise nicht fehlen sollte, fasse ich euch in einer TOP5-Riga zusammen.

Als kleines Extra-Highlight gibt es noch einen Abstecher in den schönen Gauja-Nationalpark.

Drei Brüder und Schwarzhäupterhaus

Die “Drei Brüder” und das Schwarzhäupterhaus liegen nicht nebeneinander, sind aber beides schöne Fotomotive, die man in der Altstadt betrachten kann.

Die „Drei Brüder“ sind drei Giebelhäuser, wovon eines das älteste Wohnhaus Rigas ist. Hellblau, grün und gelb schmiegen sich die Häuser einander und bieten ein super Motiv (Straße: Maza Pils 17-21).

Das Schwarzhäupterhaus, rot und weiß gehalten, steht am Eingang Rigas vom Fluss kommend und steht auf dem Rathausplatz. Das Schwarzhäupterhaus kann man besichtigen.

Die “Drei Brüder”
Das Schwarzhäupterhaus

Riga Schloss und Altstadt

Blick auf den Schlossturm

Das Rigaer Schloss, an dem Fluss Düna gelegen, wurde um 1330 erbaut und ist heute Sitz des Staatspräsidenten und des Lettischen Nationalmuseums. Es lohnt sich, um das Schloss Richtung Flus herumzugehen. Wir machten eine kleine Pause auf einer der Bänke vor dem Schloss mit Blick aufs Wasser. Den besten Blick aufs Schloss hat man von der Vansu Tilt oder Akmens Tilt (den beiden Brücken, die zum Zentrum führen).

Die Altstadt gefiel uns gut, weil wir sie gut zu Fuß „ablaufen“ konnten, es immer mal wieder hübsche gepflegte Grünanlagen gab und wir uns an den farbenfrohen Gilde- und Kaufmannhäusern, kleinen versteckten Höfen und Kirchen nicht satt sehen konnten. In Riga lohnt sich ein Blick in jede Gasse!

Sehenswert ist die Petrikirche mit der schönen kleinen Gartenanlage davor. Außerdem steht neben der Kirche das “Bremer Stadtmusikanten-Denkmal”, zu dem es hier mehr Infos gibt.

Im Zentrum der Stadt steht der Dom von Riga. Auf dem Domplatz befinden sich viele Restaurants und der Platz ist sehr lebendig und gut besucht. Zur Zeit unseres Besuchs befand sich auf dem Platz eine Ausstellung mit Bärfiguren aller Nationen, die Deutschland Riga zur 100 jährigen Unabhängigkeit geschenkt hatte.

Domplatz

Besonders gut gefiel uns der Livu-Platz. Dieser liegt an der Haupteinkaufsstraße in der Nähe des Bastejkalna Parks. Hier gibt es kleine Cafés, Stände und Einkaufsläden. Zudem gibt es im Winter eine kleine Eislaufbahn. Im Sommer, als wir da waren, blühte die gepflegte Blumenanlage und der beliebte Platz strahlte bunt mit der Sonne um die Wette.

Livu-Platz / Livu laukums

Freiheitsdenkmal und Bastejkalna Park

Das Freiheitsdenkmal

Das 42m hohe Freiheitsdenkmal ist ein Wahrzeichen Lettlands und steht für „Vaterland und Freiheit“. Es steht auf einem exponierten Platz in der Nähe der Oper und im Bastejkalna Park.

Der Park lädt zum Verweilen ein. Er wird von den Einheimischen zum Picknicken, Spielen, Sonnen und Entspannen benutzt und ist eine erholsame grüne Oase in der Stadt. Im Park befindet sich auch die Oper Lettlands.

Zentralmarkt

Im Zentralmarkt

Der Zentralmarkt mit seinen vier großen Hallen, die früher als Luftschiffhallen dienten, ist schon von Weitem zu erkennen. Es macht Spaß, durch die Hallen zu laufen. Vor den Hallen gibt es einen großen Blumenverkauf, kleine Snacks an einem Imbiss zu kaufen und in den Hallen gibt es alles, was das Herz begehrt: Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Gewürze und kleine handgemachte Dinge. Der Markt ist gemeinsam mit der Altstadt UNESCO Weltkulturerbe und ein dynamischer Ort, an dem fast alle Sinne angesprochen werden. Wir hörten die Verkäufer an jeder Ecke, wir sahen die verschiedensten Produkte, aßen in einem kleinen Imbiss mitten in der Markthalle und rochen die Gewürze, die Teile der Markthalle erfüllten.

Aussichtsplattform Akademie der Wissenschaften

Über den Dächern Rigas

Einen sehr genauen Blick über die Markthallen, den Fluss und Rigas Stadtzentrum hatten wir von der Aussichtsplattform „Akademie der Wissenschaften“ (Eintritt 5 Euro).

Das Gebäude ist 108m hoch, 700m vom Zentralmarkt entfernt und der obere Teil sieht, wie ich finde, aus wie eine Miniform des Empire-State-Buildings 😉.  Wir waren allein auf der Plattform und konnten Riga in alle Richtungen genießen.

Weitere Sehenswürdigkeiten

  • die Art Noveau Gebäude, Jugendstilviertel, in der Alberta 2-13 und Elizabetes Straße 10b, 33
  • die Moskauer Vorstadt, Ghetto im 2. WK, mit Museen, Denkmälern, Informationstafeln und Gebäuden, die an die Schreckenszeit des 2. Weltkriegs erinnern
  • ein Blick von der Brücke „Akmens Tilt“ auf die Kulisse Rigas
 

Warum sollte Riga auf der Bucketlist stehen und bei einer Baltikum-Reise nicht fehlen? Weil Riga malerisch am Wasser liegt, eine ansprechende Altstadt, grüne Lungen und kleine Parks besitzt, eine leckere und authentische Markthalle und einen nicht so überlaufenen Aussichtspunkt besitzt.

Zwischenstop im Gauja Nationalpark

Auf dem Weg in den Norden nach Estland machten wir einen Halt im Gauja-Nationalpark, der eine Stunde entfernt von Riga liegt.

Der 920km² große Park ist eine teils unberührte Naturwelt und wurde 1973 gegründet. Er liegt in der Nähe der Stadt Cesis und bietet Möglichkeiten zum Wandern, Rad fahren, Boot fahren und Camping. Ein netter Ort für Familienausflüge und Outdooraktivitäten.

Wir hielten kurz in Cesis, was touristisch gut erschlossen ist, um von dort in den Park zu fahren. Es gab keine Eintrittsgebühr. Leider hörten die Wegweiser nach Cesis langsam auf und wir waren auf uns und das Navi gestellt, da der Park noch nicht so beschildert ist wie andere Orte Lettlands. Die befestigten Zugangsstraßen enden hier teilweise in Schotterstraßen.

Mit ein bisschen Glück fanden wir dann doch den Parkplatz „Erglu Klintis“ (Adler Felsen). Von dort gibt es eine Informationstafel und der Weg zum Aussichtspunkt über den kupferbraunen Felsen ist dann gut zu finden.

Wir wanderten ein Stückchen weiter und gelangten zu weißen Sandsteinfelsen am Ufer des Flusses. Besonders schön: Von hier hatten wir nochmal eine andere Perspektive auf die Felswände. Ein Maler saß am Ufer und skizzierte die Natur um ihn herum, zwei Kanufahrer fuhren vorbei und eine Familie spielte am Ufer. Ziemlich ruhig, idyllisch und absolut gemütlich hier.

Inmitten der grünen Wälder führten uns Holztreppen durch die Bäume. Unsere Zeit an diesem Ort war leider knapp bemessen, so dass wir die Turaida Burg, die Seen und weitere Umgebung des Nationalparks nicht erkunden konnten. Der Zwischenstopp war dennoch eine gelungene, ruhige, Abwechslung in der Natur und ein schöner Kontrast zum Städtetrip. Mit mehr Zeit hätten wir hier gerne eins zwei Nächte verbracht, um den Park besser kennenzulernen.

 

ferienfrei

Ich bin Mareike, Lehrerin und in der Ferienzeit liebend gern unterwegs. Hier gibt’s individuell geplante Städtereisen und Roadtrips, eine Mischung aus Klassikern und unbekannten Schätzen, europaweit, aber auch mit einem Abstecher nach Asien.

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