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Mittenwald

Ausflugstipps und Highlights in Mittenwald

In diesem Blogpost stelle ich euch Ausflugstipps und Highlights in Mittenwald vor, die auch der unerfahrene Wanderer bewältigen kann. Wir verbrachten drei Tage im Juli 2020 in Mittenwald. Das Wetter war gemischt und hielt alles für uns bereit: Gewitter, Wind, Nieselregen und viel Sonnenschein. Wir schliefen im Hotel Pension Bavaria, das ich aufgrund des netten Gastgebers, der Lage und des Frühstücks empfehlen kann. Hier erhielten wir auch die Gästekarte, die kostenloses Busfahren und Ermäßigungen bei Tickets (z.B. Sessellift) beinhaltet. Nach diesen Eckdaten geht es nun weiter mit ein paar Fakten zur Region Mittenwald, gefolgt von den Ausflugstipps und Highlights.

Fakten zu Mittenwald

Mittenwald ist der höchstgelegene Luftkurort Deutschlands und liegt zwischen dem Karwendel- und Wettersteingebirge. Mittenwald gehört zum Kreis Garmisch-Partenkirchen und befindet sich in direkter Nähe zur österreichischen Grenze. Die Region ist ein beliebtes Reiseziel, da es viele Sport- und Freizeitaktivitäten bietet, die für jedes Alter geeignet sind. Von klettern und wandern bis zum Wintersport wird hier viel geboten. In der überschaubaren Stadt leben knapp 8.000 Einwohner. Sehenswürdigkeiten finden sich in Mittenwald und in der Umgebung. Welche das sind, erfahrt ihr jetzt in den Ausflugstipps und Highlights.

Ausflugstipps

Beginnen möchte ich mit Mittenwald selbst. Wenn auch klein und beschaulich, dennoch sehenswert. Danach folgen Ausflugstipps, vor allem kleine Wanderungen (auch für die „Nicht-Wanderer“ unter uns), die man von Mittenwald aus begehen kann.

Sehenswürdigkeiten in Mittenwald

Mein Highlight in der Stadt: Die Hochstraße! Warum? Weil der Blick auf die Berge im Hintergrund so schön mit den Fassaden der Gebäude harmoniert und die Straße meiner Meinung nach zu einem Schmuckstück macht.

Hochstraße Mittenwald Ausflugstipps
Die Hochstraße

Das Zentrum ist überschaubar und man hat es schnell erkundet. Das Leben spielt sich vor allem auf der Straße „Obermarkt“ ab. Hier befinden sich verschiedene Souvenirläden, Cafés, Restaurants und Hotels. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Kirche St. Peter und Paul.

An vielen Häusern findet man die typische Lüftlmalerei. Dabei handelt es sich um Fassadenmalerei, die die Häuser ziert. Ein Spaziergang zur Isar würde ich unbedingt empfehlen. Die hellblaue Isar fließt an Mittenwald vorbei und ist an manchen Stellen zugänglich für eine kleine Erfrischung für die müden Füße.

Isar Mittenwald

Wer den Ort in Ruhe erkunden möchte, kommt am besten morgens oder abends, wenn die Straßen sich leeren und weniger Touristen unterwegs sind.

Leutaschklamm

Die Leutaschklamm liegt am südlichen Ortsausgang und ist vom Stadtzentrum in einer halben Stunde zu Fuß zu erreichen. Im Grenzgebiet und Grenzwald zwischen Bayern und Tirol findet sich dieses Naturerlebnis, das sogar Länderhopping ermöglicht. 

Was gibt es zu sehen?

  • den Wasserfallsteig (geöffnet bis 18 Uhr, 3 Euro p.P.)
  • den Koboldpfad
  • den Klammgeistweg

Der Wasserfallsteig ist je nach Wetterlage begehbar und der Eintritt kostet 3 Euro pro Person. Wir waren einmal zu spät und einmal ließ das Wetter die Begehung nicht zu. Dementsprechend kann ich hier nur von der Wanderung des „Koboldpfads“ berichten. Die Wanderung hatten wir ganz für uns alleine, da wir relativ spät dort ankamen. Highlight des Koboldpfads ist die Panoramabrücke, die einen super Ausblick auf die Umgebung bietet. Schwindelfrei zu sein, ist hier sicherlich ein Vorteil 🙂 Zunächst geht es eine knappe Viertelstunde bergauf, bis man die Panoramabrücke erreicht. Danach folgt man dem blauen Pfad über die Brücke weiter zum Grenzwaldgebiet. Hier befanden wir uns dann an der Staatsgrenze zu Österreich. Weiter geht der gut beschilderte Weg durch den Wald an einer Alm vorbei wieder Richtung des Mittenwaldkiosk (Eingang zur Klamm). Auf dem Weg hatten wir immer wieder schöne Blicke auf das Karwendelgebirge.

Die Leutaschklamm gehört zu den Ausflugstipps und Highlights und sollte bei einem Mittenwaldbesuch nicht fehlen. Am Abend ist das Licht für Fotos perfekt, es sind weniger Leute unterwegs und im Sommer ist die Abendluft in und um die Klamm super angenehm.

Wanderung zum Hohen Kranzberg

Vorneweg: Wir sind keine erfahrenen Wanderer und Anfänger auf diesem Gebiet. Die hier beschriebene Wanderung ist also für Amateure gut zu bewältigen. Wir begannen die Wanderung bei unserer Pension. Von dort liefen wir circa 1h 30 Minuten zum Ferchensee.

Route, googlemaps

Der Weg war angenehm und schattig. Gut begehbare Wege im Wald waren perfekt für den Einstieg. Am Ferchensee angekommen begeisterten mich vor allem die verschiedenen Grüntöne, in denen der See und seine Umgebung schimmerten. Dort gibt es eine kleine Alm und auch ein Bus hält hier einmal pro Stunde, um die Wanderer wieder nach Mittenwald zu bringen.

Der anstrengendere Teil begann am Ferchensee. Von der Alm führt ein kleiner Weg hoch Richtung Kranzberg. Diese Wanderung dauerte circa eine Stunde, bis wir die kleine Hütte (keine Alm mit Verpflegung!) erreichten. Von hier hatten wir einen weitreichenden Blick auf Mittenwald und das umliegende Gebirge. Es war bewölkt, schwül, aber glücklicherweise nicht zu heiß, so dass wir am Gipfel angekommen, erstmal durchatmen konnten.

Mittenwald Ausflugstipps Ferchensee
Ferchensee

Von hieraus ging es wieder ein Stück hinunter zur Alm St. Anton, von der der Sessellift ins Tal nach Mittenwald startet. Hier besteht auch die Möglichkeit, mit Kettcars nach unten zu düsen. Wir nahmen den Sessellift, der Einzelsitze hat, mit gemütlichen Tempo nach unten fährt und in der Gästekarte beinhaltet ist (eine Fahrt ist umsonst!). Pluspunkt: Ausblick auf der ganzen Fahrt!

Lautersee

Der Lautersee liegt auch oberhalb von Mittenwald. An diesem kommt man auf der Wanderung zum Ferchensee vorbei. Vom Ortskern aus gibt es einen Weg, der zum Lautersee hinaufführt (nicht der Weg von der oben beschriebenen Wanderung). Dieser Weg ist besonders schön, da er am Lainbach und Lainbachwasserfall vorbeiführt. Gut ausgebaute Wege, teils auch im Schatten, verlaufen hoch zum See. Wir brauchten circa 30 Minuten, bis wir oben beim See waren.

Auch hier hält der Bus einmal pro Stunde und fährt runter nach Mittenwald. Am Lautersee gibt es eine Alm mit leckeren Speisen, ein Hotel und einen Tretbootverleih. Meiner Meinung nach ein wunderbarer Ort, um zur Ruhe zu kommen, Bergblicke zu genießen und zu entspannen. Auf dem Rückweg nahmen wir den Weg über „Waldlehrpfad“, der vor allem für Kinder gedacht ist und interessante Stationen im Wald zum Ausprobieren (Musizieren mit Holz, Weitsprung…) bietet.

Lautersee
Der Lautersee

Warum nach Mittenwald?

Wir waren bereits in Garmisch-Partenkirchen und auch Mittenwald kann mit diesem beliebten Touristenmagneten mithalten. Es gibt für alle ein passendes Angebot und jeder, egal ob Profiwanderer oder Freizeitwanderer, kommt auf seine Kosten. In drei Tagen konnten wir nur einen Teil der Region erkunden und Mittenwald hat noch viel mehr zu bieten. Hierzu zählt beispielweise die Karwendelbahn.

Es gibt viele Ferienwohnungen, Pensionen und auch Hotels. Das kulinarische Angebot ist vielfältig. Die Natur- und Bergwelt ist grün, blüht und erfrischende Seen sind fußläufig zu erreichen. Das Wetter ist angenehm und nicht zu heiß. Die Bergluft sorgt immer mal wieder für wohltuende Abkühlung. In der Nähe liegt das schöne Innsbruck, das man mit einer wunderbaren 50 minütigen Zugfahrt schnell und bequem erreichen kann.

Mittenwald ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflugsziele, ist aber auch selbst die Reise wert. Zu den schönsten Ausflugstipps und Highlights zähle ich auf jeden Fall die Leutaschklamm und den Ferchensee, die mir beide besonders gut gefallen haben!

ferienfrei

Ich bin Mareike, Lehrerin und in der Ferienzeit liebend gern unterwegs. Hier gibt’s individuell geplante Städtereisen und Roadtrips, eine Mischung aus Klassikern und unbekannten Schätzen, für Deutschland und Europa.

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