Bangkok

Bangkok

Three nights in Bangkok

Bangkok schauten wir uns im Januar 2019 am Ende unserer kleinen Rundreise durch Thailand an. Wir schliefen im Nouvo City Hotel (4 Sterne Hotel, mit kleiner Rooftop-Bar und Pool, großes Zimmer, sauber, nettes Personal, in einer belebten Gegend mit viel Streetfood und leckeren kleinen Restaurants).

Dachterrasse des Hotels
 

Die 8 Millionen Metropole, ein Mix aus Moderne und Geschichte, ist sehr einprägsam. Bangkok ist schwül, dynamisch, voll, laut und sehr groß. Meiner Meinung nach muss man dieses big city life mögen, um in Bangkok so richtig anzukommen. Für ein paar Tage war die Stadt allerdings eine Reise wert und es stimmt, dass man Bangkok mal gesehen und erlebt haben “muss”.

Was in Bangkok “must-see” und was auch ohne die Hauptattraktion der Stadt zu sein, sehenswert und interessant ist, folgt jetzt in der TOP 5 Bangkok, Hauptstadt Thailands.

Blick auf den Golden Mount
 
 

Golden Mount

Der “Wat Saket Ratcha Wora Maha Wihan” Tempel, auch Golden Mount Temple genannt, liegt in der Nähe der Hauptverkehrsader, dem Kreisel mit dem Demokratiemonument. Es handelt sich hier um einen 79m hohen künstlich aufgeschütteten Berg, den man mit 344 Stufen „erklimmen“ kann. Oben angekommen hat man eine gute Aussicht über Bangkoks Stadtzentrum, wenn das Wetter und der „Smog“ mitspielen. Zudem sieht man umliegende Tempel und der goldene Chedi, als Spitze des Tempels, ist wirklich sehenswert.

Mir gefiel der Golden Mount aber vor allem wegen der netten Details auf dem Weg nach oben, dem tropischen Feeling, was man durch die Pflanzen am Wegesrand bekam und dem „anderen Look“ gegenüber den weiteren Tempeln in Bangkok. Für 20 Baht (pro Person, 60 Cent) kann man sich diese Sehenswürdigkeit für kleines Geld anschauen!

Wat Arun und Flussboot

Der Wat Arun ist ein Tempel am westlichen Ufer des Chao-Phraya-Flusses. In der Nähe des Hotels war das Phra Sumen Fort (eine alte Festung). Von der Station „Phra Arthit“ fuhr für 15 Baht (hin und zurück) ein Schiff zum Wat Arun. Von diesem hatten wir während der Fahrt Blick auf den Königspalast, die Altstadt und die Restaurants am Fluss. Zur anderen Seite konnten wir das eher geschäftliche Stadtviertel im „Abendpink“ sehen.

Wir schauten uns den Tempel gegen 19 Uhr an. Offiziell geöffnet hat er von 8-18 Uhr. Schon von Weitem konnte man den Wat Arun leuchten sehen. Den Hauptteil des Tempels, den Phra Pang, konnten wir nur aus der Distanz betrachten, da der Zugang bereits abgesperrt war. Man kam den Tempel dennoch nah genug, um schöne Fotos zu machen und die kleinen Details des Tempels zu sehen.

Das restliche Gelände war frei zugänglich. Dies ist den ganzen Tag der Fall. Nur der Phra Pang (den man auch hochsteigen und von dort die Aussicht genießen kann) ist kostenpflichtig; 50 Baht p.P. Auf dem Gelände waren trotz späterer Uhrzeit noch einige Leute unterwegs. Im „Ubosot“, den Ordinationshallen, kamen Mönche für eine Messe zusammen. Wir schauten uns die Anlage noch in Ruhe an und fuhren dann mit dem Schiff zurück Richtung Hotel.

Auch wenn der Hauptteil nicht begehbar war, kann ich einen Besuch am Abend empfehlen, weil der Wat Arun dann prächtig und auffällig von weit und nah erstrahlt und die großen Menschenmengen nicht mehr da sind.

Wat Pho

Der Wat Pho, auch bekannt als der Tempel mit dem „liegenden goldenen Buddha“ aus dem 17. Jahrhundert, stand tagsüber auf unserer Bucketlist. Der Eintritt für diesen Tempel liegt bei 100 Baht. Die Anlage ist ziemlich groß und man sollte sich 1-2 Stunden (mehr ist möglich!) Zeit nehmen.

Der Ansturm hielt sich in Grenzen und die Wartezeit beim Einlass war gering (wir waren nachmittags dort, Öffnungszeiten 8-18:30 Uhr). Beim Highlight des Tempels, dem 45m goldenen Buddha, tummelten sich die meisten Leute und drängelten sich nah an die Absperrungen, um das beste Foto zu ergattern. Natürlich wollten wir uns den Buddha auch anschauen, ließen uns aber schnell durch die Mengen nach außen treiben und genossen die Zeit lieber auf dem Rest der Anlage, die mindestens genauso sehenswert ist.

Kleine verspielte Details lassen sich an jedem Gebäude finden. Vor allem die Blumenmosaik-Verzierungen gefielen uns sehr gut. Die Gartenanlagen laden zum Spazieren durch die Anlage ein. Dabei muss man auf angemessene Kleidung achten: Knie und Schultern bedecken.

700m entfernt vom Wat Pho liegt der Königspalast, „Grand Palace“, den wir uns aber erst für den nächsten frühen Morgen vornahmen. Warum?

Königspalast

Weil der Königspalast DIE Attraktion Bangkoks und meiner Meinung nach absolut überlaufen ist. Die Öffnungszeiten gehen von 8.30-15.30 Uhr und der Eintritt kostet 500 Baht (knapp 15 Euro p.P.).

Wir waren um 8 Uhr da und stellten uns zu diesem Zeitpunkt in einer relativ kurzen Schlange an. Um 8.30 Uhr startete der Einlass mit einer Sicherheitskontrolle. Dann wurde man über die Straße geleitet in die eigentliche Anlage hinein und hatte diese für circa 45 Minuten „für sich“. Danach wurde die Anlage mit Touristenbussen überschwemmt und der Palast war sehr gut besucht.

Hierzu ein kleiner bildlicher Vergleich: Bild 1: 8.45 Uhr! Bild 2: 9.30 Uhr!

Wir versuchten die beeindruckende Atmosphäre der ehemaligen königlichen Residenz in kurzer Zeit aufzusaugen, weil danach unsere Freude durch die Menschenmassen ein wenig getrübt wurde.

Gut war, dass die Anlage sich in den Wat Phra Kaeo (Foto mit vielen Menschen 😉), den zentralen Hof, den inneren und äußeren Hof aufteilt. So konnte man sich manche Teile noch in Ruhe anschauen, da die meisten Leute sich um den Wat Phra Kaeo aufhielten. Die Anlage ist elegant und immer noch majestätisch, weshalb hier auch weiterhin teilweise Zeremonien und Staatsbesuche abgehalten werden. Schmuckvolle Verzierungen, kleine und große farbenfrohe Statuen, Springbrunnen und Gold an jeder Ecke machen den Palast zu einem Hingucker – aber wie gesagt, Early Bird lohnt sich hier in jedem Fall!

Riverwalk

Ein bisschen zufällig, aus Chinatown kommend, gelangten wir zum Riverwalk und dennoch möchte ich ihn hier als Tipp aufführen, weil er eine andere Seite Bangkoks zeigt.

Riverwalk

Immer mal wieder drängte sich ein TukTuk durch die Straße, an jeder Seite sahen wir Gemüse, Gewürze, Früchte und Obst. Kleine Straßenläden und Garküchen sind überall zu finden. Die ganze Gegend wirkte sehr lebhaft, authentisch und traditionell, aber nie zu voll oder zu touristisch. Neben Lebensmittel gibt es auch kleine Souvenirläden mit Ölen, Seifen und vielen andere Produkten.

Pluspunkt: Nebenbei gibt es immer wieder den Blick auf den Fluss, vereinzelte Schiffhaltestellen und den Ausblick auf den Wat Arun auf der anderen Seite.

Außerdem…

  • sollte man abends mal über die Khao San Road laufen. Mir persönlich war es hier zu voll und die Gerüche, Geräusche und Eindrücke überforderten mich mehr, als dass sie mich beeindruckten. Wer Lust auf Party und Entertainment hat, ist hier definitiv richtig aufgehoben. Mir gefiel es in der Nebenstraße, Soi Rambuttri Road, viel besser. Hier ging es ein bisschen gediegener zu und die Straße wirkte wie eine lange, leuchtende, bunte, chillige Kneipen- und Restaurantmeile.

Soi Rambuttri Road
  • kann man sich den Chatuchak Weekend Markt Dieser Markt ist riesig und man bekommt dort alles geboten. Er ist außerhalb und wir gönnten uns hier einmal ein Taxi. Mich persönlich hat der Markt nicht so umgehauen, aber wir schauten ihn uns auch direkt nach der Landung am ersten Tag an – vielleicht wäre er mit weniger Müdigkeit schöner gewesen. Essen kann man hier auf jeden Fall gut mit viel Auswahl!

Fazit

Wenn man wie wir das erste Mal in Thailand ist, finde ich, sollte BANGKOK nicht fehlen. Ein zweites Mal müsste ich es mir nicht schauen, wenn ich nochmal nach Thailand reise (was definitiv irgendwann geschehen wird 😉). Der Wat Arun und der Goldene Palast sind den Stop wert. Der Smog, der teils stark über der Stadt liegt (auch auf den Bildern zu sehen), die großen Menschenmengen, die Lautstärke und die ganze Action in der Stadt führen mich dazu, dass drei Tage Bangkok ausreichen, obwohl die Top 5 nicht alles abdeckt. Chiang Mai gefiel mir besser und die Insel als Gegenpol zum Citylife schneiden für mich besser ab. Dennoch bin ich froh, Bangkok kennengelernt zu haben.

ferienfrei

Ich bin Mareike, Lehrerin und in der Ferienzeit liebend gern unterwegs. Hier gibt’s individuell geplante Städtereisen und Roadtrips, eine Mischung aus Klassikern und unbekannten Schätzen, europaweit, aber auch mit einem Abstecher nach Asien.

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